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Exit Readiness Score

Was dein Unternehmen wert ist, entscheidet sich lange vor dem Verkauf. Zwölf Fragen entlang derselben fünf Hebel, die jeder Käufer bepreist, geschrieben von der Käuferseite des Tisches.

12
Fragen
3 Min.
Dauer
5
Werthebel
0
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Der Exit Readiness Score ist ein Orientierungsinstrument und keine Unternehmensbewertung. Die angezeigte Spanne beruht auf Selbstauskunft, ersetzt keine Prüfung und stellt kein Angebot und keine Beratung dar.
Methodik

Wovon der Wert eines IT-Service-Unternehmens abhängt

Käufer bewerten IT-Dienstleister nicht nach Umsatz, sondern nach der Belastbarkeit der Erlöse und der Ersetzbarkeit des Gründers. Der Exit Readiness Score prüft fünf Hebel mit insgesamt zwölf Fragen. Die Gewichtung folgt der Wirkung auf die Bewertung, nicht der Anzahl der Fragen.

Wiederkehrende Umsätze

25 % Gewichtung

Der stärkste einzelne Bewertungshebel. Managed Services, Retainer und Wartung erzeugen planbare Erlöse, die ein Käufer fortschreiben kann. Reines Projektgeschäft muss jedes Jahr neu verdient werden und wird entsprechend niedriger bepreist.

  • Wie hoch ist der Anteil wiederkehrender Umsätze am Gesamtumsatz?
  • Wie lange laufen die Verträge im wiederkehrenden Geschäft typischerweise?
  • Wie werden die Leistungen überwiegend bepreist: nach Aufwand, als Festpreis oder ergebnisbasiert?

Kundenkonzentration

15 % Gewichtung

Über 30 Prozent Umsatzanteil bei einem einzelnen Kunden gilt bei den meisten Käufern als Ausschlusskriterium oder erzwingt einen Abschlag. Entscheidend ist nicht nur der größte Kunde, sondern auch, wie schmal die Spitze insgesamt ist.

  • Welchen Anteil am Umsatz macht der größte Kunde aus?
  • Wie viel Umsatz entfällt auf die fünf größten Kunden zusammen?

Gründerunabhängigkeit

25 % Gewichtung

Die Frage, die in jeder Due Diligence kommt und die viele Bewertungen kostet. Käufer bezahlen für eine Organisation, nicht für eine Person mit Mitarbeitern. Dieser Hebel braucht den längsten Vorlauf und bewegt am meisten.

  • Wer schließt die wichtigsten Neukundenabschlüsse?
  • Wie lange liefe das Unternehmen ohne den Gründer weiter, ohne dass es spürbar wird?
  • Gibt es eine zweite Führungsebene mit klaren Verantwortungen und eigenen Budgets?

Prozesse und Delivery

15 % Gewichtung

Standardisierung ist die Voraussetzung dafür, dass Wachstum nicht in Qualitätsproblemen endet. Was sich nicht messen lässt, kann ein Käufer nicht prüfen und zieht es vom Preis ab. Der günstigste Hebel überhaupt.

  • Wie standardisiert ist die Delivery?
  • Welche Kennzahlen liegen monatlich verlässlich vor?

Wachstum und Marge

20 % Gewichtung

Wachstum trägt den größten Teil der Wertsteigerung, vor Margenausbau und Multiple Expansion. Das Top-Quartil im IT-Services-Mittelstand liegt bei über 15 Prozent EBITDA-Marge.

  • Wie hat sich der Umsatz in den letzten drei Jahren im Schnitt entwickelt?
  • Wie hoch ist die EBITDA-Marge?

Wie das Ergebnis zustande kommt

Jede Antwort erhält einen Punktwert zwischen 0 und 100. Die Werte je Hebel werden gemittelt und anschließend nach der oben genannten Gewichtung zu einem Gesamtscore verrechnet. Die drei genannten Handlungsempfehlungen ergeben sich nicht aus dem niedrigsten Wert, sondern aus dem größten gewichteten Verbesserungspotenzial, also aus der tatsächlichen Wirkung auf die Bewertung.

Die angezeigte Multiple-Spanne ist eine grobe Einordnung auf Basis von Selbstauskunft. Sie ersetzt keine Unternehmensbewertung und keine Due Diligence. Wer eine belastbare Zahl braucht, kommt an einer Prüfung der tatsächlichen Zahlen nicht vorbei.

Wann sich der Test lohnt

Die Hebel, die eine Bewertung bestimmen, brauchen 18 bis 24 Monate Vorlauf. Wer erst mit dem Verkaufsentschluss beginnt, verschenkt Geld. Der Test lohnt sich deshalb besonders dann, wenn ein Verkauf noch nicht ansteht, aber grundsätzlich denkbar ist.

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